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En Plein Air // Peter Klare

Exhibition March 14th - April 19th 2014

 


In the exhibition "en plein air" at Gallery invaliden1, Peter Klare presents a number of small landscapes paintings alongside a large scale canvas.

The title of the exhibition "en plein air" and some photographs shown at the farther end of the gallery reveal that the paintings were created outdoors.  They where painted in the snow-covered forest of monotone pine trees surround Berlin. In winter bald and pallid, dark, moist trees line up in the white snow.   Above them the grey winter sky hangs low into the treetops.

Surprisingly an enormous power comes off the small paintings that where rendered in the almost colourless cold winter forest.  They are brightly shining tableaux distinguished by a precise, but rough and economical brushwork on one hand and with a subtle modulated color pallet to reflect the depth of the dark forest.

Cold pink and dark blues drawn in plain strokes loosely stand in front of a white, triangular field and hold tight in the grey of the geometrical sky.  The deep and partly en passant looking paint application poses against a realistic representation of nature - just as well as the reduced geometric vocabulary.  Thereby the raw and direct kind of painting comes strikingly close to nature itself.

In the mid of the19th cetury the expression "plein-air painting" was shaped by the School of Barbizon.   At that time the painters turned against the so far expected subjects of historic, religious and mythologic matter, where landscapes were composed in the studio following classic-idealistic principles.   Now the concept was to approach nature as directly as possible in order to get a highly realistic representation. Along with the newly gained liberty painting out in the open air the principles of realistic reprensentation eased up.  Plein-air painting soon lead from the "paysage intime" paintings to impressionism.

Looking at Klares work it is apparent, that the theme is not the outdoor environment in the first place.   For him plein-air painting doesn’t simply mean going outdoors and choosing nature as a motif.   The motif or better the motivation of Klare is to go out and "to cut the painter".   The incentive is freedom itself - or at least the search for it.  He apparently leaves the studio and finite space to expose himself to the that fresh air and infinite diversity of nature.  The old genre enfrenchises him to explore and leads him to a fresh way of painting: romanic in attitude, expressive in gesture and minimalisic in laguage of form.

On view till April 19th at invaliden1 gallery in Berlin-Kreuzberg, Schönleinstr. 25. Tue - Sat, 10:00am - 6:00pm

 

 Gabriele Crepaldi: „Gli atlante dell'oimpressionismo“ DuMont Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-8321-9018-7, S. 32.


 

Peter Klare was born in Jena in 1969. He lives and works in Berlin. Klare received his MFA from the University of California in Los Angeles in 1998 and from Akademie der Bildenden Künste in Munich in 1999. In 1992 he studied under Hugo Longa and Amalia Polleri in Montevideo, Uruguay. Klares works with photography, sculpture and painting, preferably combining all media and presenting them in extensive installations. Peter Klare has presented his works in solo exhibitions at Deitch Projects in New York City, Black Dragon Society in Los Angeles, Galerie Loevenbruck in Paris, Galerie Leyendecker in St. Cruz de Tenerife, Union Projects in London, Scala in Berlin, LoBe in Berlin, Galerie Semingsen in Oslo, Kunstmuseum Bochum, Casamalia in Motevideo, among others.

In seiner Ausstellung "en plein air" in der Galerie invaliden1 zeigt Peter Klare neben einem großformatigen Gemälde eine Anzahl kleinerer Landschaftsbilder.

Der Titel der Ausstellung "en plein air" und einige Fotos im hinteren Bereich der Galerie geben Aufschluss darüber, dass die hier gezeigten Bilder in der freien Natur entstanden sind. Im Freien entstanden, ganz konkret in den verschneiten, teils monotonen Kiefernwälder, die Berlin umgeben.

Im Winter kalt, kahl und farblos stehen hier die dunklen, nassen Stämme gerade aufgereiht im weißen Schnee.
Über Ihnen hängt tief bis in die Wipfel der graue Winterhimmel.
Doch erstaunlicherweise geht von den kleinen Bildern, die im nahezu farbleeren Winterwald entstanden sind, eine ungeheuere Kraft aus.
Es sind intensiv leuchtende Tableaus, die einerseits von sparsam und präzise gesetzten Pinselstrichen geprägt sind und denen es andererseits gelingt, durch die fein aufeinander abgestimmten Farbklänge die räumliche Tiefe des Waldes mit malerischen Mitteln wiederzugeben.
Kaltes Rosa und dunkles Blaugrün in einfachen, astlosen Strichen gezogen stehen vor einem weißen, dreieckigen Feld und halten sich fest im Grau des geometrischen Himmels. Der satte und teils beiläufig wirkende Farbauftrag stellt sich - ebenso wie die reduzierte Formensprache - gegen ein realistisches Abbilden der Natur.
Dabei kommt die rohe und direkte Art der Malerei gerade hierin der Natur sehr nahe.
Mitte des 19.Jahrhunderts wurde mit der Schule von Barbizon der Begriff der Malerei "en plein air" geprägt.Damals wandte man sich ab von den bislang geforderten historischen, religiösen oder mythologischen Bildthemen, bei denen die Landschaften nach klassisch-idealistischen Prinzipien im Atelier komponiert wurden.
Nun ging es um einen möglichst direkten Zugang zur Natur und eine möglichst realistische Naturdarstellung.1    
Mit dem neu gewonnenen Freiheitsgefühl in der offenen Landschaft löste sich aber auch die Malerei von der zunächst angestrebten, realistischen Darstellung.
Überleitend von den "paysage intime" mündete diese bald in den Impressionismus.
Auch bei Klares Malerei "en plein air" geht es offensichtlich nicht in erster Linie um die freie Natur als Motiv.
Es geht um die Freiheit selbst.
Die Suche nach Freiheit im Sein und in der Malerei ist die Motivation, die Klare veranlaßt, sein Atelier aufzugeben.
Er verläßt den begrenzenden Raum und setzt sich der frischen Luft und der unendlichen Vielfalt der Natur aus.
Das alte Genre beflügelt ihn sich auszuprobieren und führt zu einer frischen Malerei, geprägt von Romantik, expressivem Gestus und minimalistischer Form.
Zu sehen noch bis zum 19. April 2014 in der Galerie invaliden1 in Berlin-Kreuzberg,  Schönleinstraße 25. Di-Sa, 11:00 - 18:00 Uhr

 

Gabriele Crepaldi: „Gli atlante dell'oimpressionismo“ DuMont Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-8321-9018-7, S. 32.


 
 
Peter Klare wurde 1969 in Jena geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Sein Studium an der University of California in Los Angeles schloß er 1998 mit einem MFA ab, an der Münchner Akademie der Bildenden Künste 1999 mit dem Meisterschülertitel. Zuvor studierte er bei Hugo Longa sowie Amalia Polleri in Montevideo/Uruguay. Klares Arbeiten umfassen die Bereiche Fotografie, Skulptur und Malerei, vor allem aber sämtliche Mischformen, die er zum Teil in raumgreifenden Installationen inszeniert. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen gezeigt. Unter anderem bei Deitch Projects in N.Y.C., Black Dragon Society in L.A., Galerie Loevenbruck in Paris, Galerie Leyendecker in St. Cruz de Tenerife, Union Projects in London, Scala in Berlin, LoBe in Berlin Galerie Semingsen in Oslo, Kunstmuseum Bochum, Casamalia in Motevideo.
Peter Klare wurde 1969 in Jena geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Sein Studium an der University of California in Los Angeles schloß er 1998 mit einem MFA ab, an der Münchner Akademie der Bildenden Künste 1999 mit dem Meisterschülertitel. Zuvor studierte er bei Hugo Longa sowie Amalia Polleri in Montevideo/Uruguay. Klares Arbeiten umfassen die Bereiche Fotografie, Skulptur und Malerei, vor allem aber sämtliche Mischformen, die er zum Teil in raumgreifenden Installationen inszeniert. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen gezeigt. Unter anderem bei Deitch Projects in N.Y.C., Black Dragon Society in L.A., Galerie Loevenbruck in Paris, Galerie Leyendecker in St. Cruz de Tenerife, Union Projects in London, Scala in Berlin, LoBe in Berlin Galerie Semingsen in Oslo, Kunstmuseum Bochum, Casamalia in Motevideo.