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Alltagspragmatismus by Øystein Aasan / Ronald de Bloeme / Nuria Fuster / Sonja Gerdes / Daan van Golden / Olaf Holzapfel / Johannes Weiss

Exhibition July 4th - August 2nd 2014

The outside world is reproduced or represented. It is transformed by amplification and equalisation. Between signal input from the outside world and signal output in the represented world, you insert voltage (energy, willfullness). 


The signal input can be found/recorded anywhere and can contain anything. 

The signal output is a product of amplification and equalisation. 

Amplification enhances the input. 

The material properties of the signal input is therefor heightened by amplification. 

Amplification is level, enhancement that effects all parts of the input signal in the same way. 

Equalisation is editing and enhancement of specific parts of the input signal (Editing is removal, of the unwanted).

Playback happens only when the output is finalised. 

 

 

The schematic of this process is a structure. 

Just by sending the signal through this process you transform it (even with all faders to zero)

Recorded signal through amplification would mean that you could achieve reproduction, but the de facto result is representation, through transformation. 

Distortion and echo are abound. 

Signal input differs from eye to eye, from person to person. 

Signal output, the same. 

In playback mode, no one hears the same. 

An exhibition is essentially the mixing of different output signals in playback mode. 

Legacy is the result of this chain: input-amplification-equalisation-output-playback.

 

This exhibition presents a situation where everyone started with something existing and then went about transforming it. See above.

 

Text: Øystein Aasan

 

Zur Entstehung von Kunstwerken – ein kurzer Abriss:


Die Außenwelt wird reproduziert oder repräsentiert. Sie wird durch Verstärkung und Entzerrung transformiert. Zwischen Signaleingang aus der Außenwelt und Signalausgabe in die repräsentierte Welt erfolgt die Eingabe von Spannung (Energie, Absicht).

Das eingehende Signal ist überall anzutreffen/aufzunehmen und kann alles umfassen.

Das ausgehende Signal ist das Ergebnis von Verstärkung und Entzerrung.

Verstärkung erweitert das eingehende Signal.

Seine materielle Beschaffenheit wird so gesteigert.

Alle Aspekte des eingehenden Signals werden gleichermaßen verstärkt.

Entzerrung ist die Bearbeitung und Erweiterung einzelner Aspekte des eingehenden Signals (Bearbeitung bedeutet Beseitigung (des Unerwünschten)).

Die Wiedergabe erfolgt erst, wenn das ausgehende Signal fertiggestellt ist.

Das Schema dieses Prozesses ist eine Struktur.

Indem das Signal diesen Prozess durchläuft, wird es bereits transformiert (selbst wenn alle Pegelsteller auf Null stehen).

Signalaufzeichnung durch Verstärkung würde bedeuten, dass Reproduktion möglich ist, doch das tatsächliche Ergebnis ist die durch Transformation erzielte Repräsentation.

Signalverzerrung und Echo sind allgegenwärtig.


Das eingehende Signal variiert je nach Auge, je nach Betrachter.

Gleiches gilt für die Signalausgabe.


Im Wiedergabemodus hört kein Mensch dasselbe.

Eine Ausstellung ist im Grunde das Abmischen unterschiedlicher ausgehender Signale im Wiedergabemodus.

Das Vermächtnis ist das Ergebnis folgender Ablaufkette:

Signaleingang-Verstärkung-Entzerrung-Signalausgabe-Wiedergabe

Die Ausstellung zeigt: alle beteiligten Künstler begannen mit etwas Bestehendem, das sie dann wie oben beschrieben transformierten.

 

Text: Øystein Aasan